Glücklicher Darm: Präbiotische Nahrungsmittel für die Gesundheit

Glücklicher Darm: Präbiotische Nahrungsmittel für die Gesundheit

Haben Sie schon einmal vom MIKROBIOTA gehört?

Heute wollen wir dieses bizarre Wort genauer analysieren, seine Bedeutung ist im Wort selber verborgen! Micro (Mikro-) ist wohl allen bekannt und bedeutet klein und biota, in der Alltagssprache nur selten benutzt, bedeutet Komplex aus lebenden Organismen, die einen bestimmten Platz in einem Ökosystem einnehmen.

Die „kleinen Organismen“, wissenschaftlich als Mikroorganismen bezeichnet, die unser heutiges Thema sind, werden Bakterien genannt und leben in einem ganz besonderen Ökosystem ...in unserem Darm!

Sie zeigen uns bereits seit Kindertagen, dass Bakterien schlecht sind und sich häufig in der schlechten Gesellschaft von Viren befinden. Aber zum Glück stimmt das nicht ganz genau! Wie uns die östliche Philosophie lehrt, steckt in allem Schlechten etwas Gutes und in allem Guten etwas Schlechtes. Und dieses duale Gleichgewicht ist für ein harmonisches und dynamisches Leben notwendig. Diese Regel gilt für alles, sowohl für einen einfachen Streit zwischen den Menschen, wie auch zwischen den Bakterien!

Unsere intestinale Mikrobiota, auch als bakterielle Flora bekannt, ist eine der größten Kolonien an Mikroorganismen und ihr Gewicht wird zwischen 1,5 und 3 kg geschätzt. Sie lebt in unserem Körper und arbeitet mit ihm in Symbiose, damit wir gesund bleiben. Daher ist Bewusstsein in Sachen Ernährung, Fürsorge für den eigenen Körper und Berücksichtigung der Tatsache, dass die guten Bakterien stets über die schlechten Bakterien überwiegen, gefragt. Unsere intestinale Mikrobiota ist eine wahre Schutzbarriere, welche die Schleimhaut im Darm stärkt und so den Angriff von schädlichen Krankheitserregern verhindert und eine korrekte Verdauung garantiert und zahlreiche andere Wirkungen ausübt, darunter:

die Synthese und Verarbeitung der während des Tages aufgenommenen Speisen sowie die Vereinfachung der Aufnahme von Bestandteilen, die andernfalls nicht möglich wäre;

Beitrag zur Verbrennung von überschüssigem Fett und Reduktion des Risikos für Diabetes Typ 2 sowie für Divertikel am Kolon;

Schutz des Immunsystems gegen eventuelle Angriffe von Außen, Unterstützung der rechtzeitigen Reaktion auf Angriffe durch Krankheitserreger und Bekämpfung der Ausbreitung von Entzündungen im Organismus;

Synthese von Vitamin K, das von besonderer Bedeutung für das Wohlbefinden aller und für die Blutgerinnung ist.

Ein riesengroßes Kapitel der wissenschaftlich-medizinischen Forschung, das noch immer erweitert wird, betrifft das Verhältnis zwischen dem Gleichgewicht der intestinalen Mikrobiota und neurodegenerativen Erkrankungen. Einige neurodegenerative Erkrankungen scheinen insbesondere mit dem Gesundheitszustand unseres Darms zusammenzuhängen. Das Bestehen einer Achse zwischen Darm und Gehirn, über die Informationen ausgetauscht werden und Interaktionen erfolgen, wird immer öfter nachgewiesen. Dabei hat sich gezeigt, dass die Wirkung der Darmbakterien Gefühlszustände anhand der Regulierung der Menge an Substanzen wie Serotonin oder Dopamin ausgleichen und sich so auf die Genese von depressiven Episoden auswirken kann.

Das richtige Gleichgewicht (Eubiose) unter den im Darm vorhandenen Bakterien liegt also einer korrekten Darmfunktion zugrunde, deren Veränderung als Dysbiose bezeichnet wird. Eine Dysbiose kann folgende Ursachen haben: falsche Essgewohnheiten, Erkrankungen und Infektionen, Immunschwäche, Veränderungen in der Darmmotilität, Einnahme von Medikamenten, Operationen, Umweltverschmutzung und Belastung durch Lebensmittel (z.B. Schwermetalle), unregelmäßiger Lebensstil, Stress im Leben/Arbeitsumfeld, schlechte oder unzureichende physische Aktivität.

Daher tut es der psychischen wie auch physischen Gesundheit bestimmt gut sich selbst zu lieben, sich in den Mittelpunkt des eigenen Seins zu stellen, den Geist zu nähren und Talente auszuleben. Wichtige Bedeutung kommt jedoch - wie bereits erwähnt - auch der richtigen Ernährung zu.

Welche Speisen unterstützen unseren Darm bei der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts?

Für Neugeborene ist während der ersten Lebensmonate die Aufnahme von Muttermilch sehr wichtig; sie fördert die Vermehrung von Bifidobakterien, ein besonders nützlicher Stamm für eine florierende bakterielle Flora.

Nach dem Abstillen und während des gesamten Lebens ist der Verzehr von viel rohem und gegartem Gemüse, das Essen von Obst als Snacks mit ausreichend Abstand zu den Mahlzeiten, um eine Gärung zu vermeiden, viel Trinken und eine Ernährung mit zahlreichen präbiotischen Nährstoffen besonders hilfreich. Bei präbiotischen Nährstoffen handelt es sich um Substanzen, die im Kolon verdaut und von der vorhandenen bakteriellen Flora fermentiert werden, um gleichzeitig zu ihrer Ausbreitung beizutragen.

Reich an Präbiotika sind zum Beispiel Hafer, Spargel, Lauch, Knoblauch Zwiebel, Chicorée, Artischocken, Topinambur, Löwenzahn, fermentierte Speisen wie Kefir und Kraut KakaoLeinsamen und Algen.

Aber das sind noch nicht alle!

In Rahmen einer neuen Forschungsarbeit, durchgeführt von Frau Prof. Lauri Gyerley an der LSU Health School of Medicine in New Orleans, wurde festgestellt, dass Walnüsse, im Rahmen der Ernährung sogar dazu in der Lage sind die bakterielle Darmflora zu verändern. Die Forschungsergebnisse wurden im The Journal of Nutritional Biochemistry, das online verfügbar ist, veröffentlicht.

Es konnte beobachtet werden, dass die Aufnahme von Walnüssen in die Ernährung die Biodiversität der Darmbakterien erhöht. Insbesondere wurde ein deutlicher Anstieg guter Bakterien wie Lactobacillus verzeichnet.

Forscher bestätigen, dass die Erneuerung der intestinalen Mikrobiota dank des Verzehrs von Walnüssen ein neuer  physiologischer Mechanismus zur Verbesserung der Gesundheit ist. Die Studie hat gezeigt, dass Walnüsse den Darm verändern. Damit kann möglicherweise auch erklärt werden, warum sie noch weitere positive Wirkungen auf die Gesundheit haben - etwa betreffend Herz und Gehirn!

Dann müssen wir uns nur noch bemühen, um gesund zu sein und uns wohl zu fühlen. Dabei können wir in unsere Ernährung diese wertvollen Nahrungsmittel einbauen, die gut, aromatisch und kunterbunt sind!

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Elena Ronchi @cucinasalutarenaturale für Nuturally.com

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