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Leinsamen ganz im Format zu 1 kg kaufen, für echte Nussliebhaber.
Zutaten: Leinsamen aus biologischem Anbau. Kann GLUTEN, SOJA, SESAM, SENF und LUPINEN enthalten.
Format: 1 kg
Herkunft: Kasachstan, Ukraine, Argentinien, Kanada, Indien, Russland
Nährwerte
| Zutaten | Leinsamen aus biologischem Anbau. Kann GLUTEN, SOJA, SESAM, SENF und LUPINEN enthalten. |
| Gewicht | 1kg |
| Aufbewahrung | Kühl und trocken lagern. |
| BIO | IT-BIO-009; Nicht-EU-Landwirtschaft; |
| Nährwertdeklaration | Durchschnittswerte je 100g: |
| Energie | 2139 kJ / 519 kcal |
| Fett | 42 g |
| davon: gesättigte Fettsäuren | 4.5 g |
| Kohlenhydrate | 0.2 g |
| davon: Zucker | 0 g |
| Ballaststoffe | 26 g |
| Eiweiß | 22 g |
| Salz | 0.08 g |
| Hinweise | Die erteilten Ratschläge SIND IN KEINER WEISE MEDIZINISCH VERBINDLICH/NORMATIV. Die Angaben dienen einzig zur Auskunft und Information und sind daher auf keinen Fall als medizinische Ratschläge zu verstehen. Bei Vorhandensein von Krankheiten sollte man stets den Arzt um Rat fragen. |
| Herkunft | Argentinien, Indien, Kanada, Kasachstan, Russland, Ukraine |
| Etikett und Verpackung | Die Bilder sollten nur zu illustrativen Zwecken dienen, das Produkt könnte je nach Verfügbarkeit und gewähltem Gewicht ändern. |
| Produkt | Lein |
Mehr Infos
Der Lein oder Flachs (Linum usitatissimum) ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Leingewächse (Linaceae), die mit einem Vegetationszyklus von ungefähr vier Monaten problemlos in Gegenden mit gemäßigtem Klima angebaut werden kann.
Leinpflanzen werden bis 1,20 m hoch und haben einen dünnen Stängel mit weichen, schmalen Blättern. Die hellblauen Blüten weisen 5 Blütenblätter auf und haben einen Durchmesser von 15-25 mm. Die Früchte sind runde Kapselfrüchte, die kleine braune oder goldgelbe, glänzende Samen enthalten, die vom Aussehen her Apfelkernen ähneln und 4-7 mm lang sind.
Die Leinsamen werden nach etwa 100 Tagen oder einen Monat nach der Blüte und zwei Wochen nach der Bildung der Samenkapseln geerntet. Die Basis der Pflanze muss sich gelb verfärben, da die Samen und die Fasern (für den Textilmarkt) noch nicht ausreichend entwickelt sind, so lange die Pflanze noch komplett grün ist.
Bei der Ernte wird entweder die komplette Pflanze geerntet oder nur der Kopf. Der geerntete Lein wird dann zur Gewinnung der Samen getrocknet.
Die Leinsamen sind reich an langkettigen Fettsäuren und können ganz und trocken gegessen oder in Wasser eingeweicht und verzehrt werden, sobald sie keimen. Die nassen Samen werden leicht glitschig, wodurch ihre Nährwerte aber nicht beeinträchtigt werden.
Leinsamen werden hauptsächlich zu Leinsamenmehl und Leinsamenöl verarbeitet.
In Ländern mit kaltem Klima ist die Faserproduktion am besten, weshalb Russland, Holland, Frankreich und Rumänien zu den wichtigsten Flachsfaserproduzenten weltweit gehören. Flachsfasern sind zwei bis drei Mal so widerstandsfähig wie Baumwolle und von Natur aus glatt und gerade. Die Textilindustrie in Europa und Nordamerika war bis zum 20. Jahrhundert vom Leinanbau abhängig, als der Lein von der Baumwolle verdrängt wurde.
In Nordindien werden Leinsamen traditionell geröstet, gemahlen und zusammen mit Reis gegessen, der in etwas Salzwasser gegart wird.
Der Lein ist das Wappen von Nordirland und die Nationalblume von Weißrussland.
In den ersten Versionen des Märchens Dornröschen, wie in "Sonne, Mond und Thalia" von Giambattista Basile, sticht sich die Prinzessin nicht mit einer Spindel in den Finger, sondern mit einer Flachsfaser, die dann von ihren neugeborenen Kindern entfernt wird, die sie empfangen hat, während sie in ihrem verzauberten Schlaf lag.
Quellen:
https://en.wikipedia.org/wiki/Flax
https://it.wikipedia.org/wiki/Linum_usitatissimum
Geschichte
Die ersten Hinweise auf die Nutzung von Flachs als Textilfaser durch den Menschen stammen aus Georgien, wo in der Dzudzuana-Höhle gefärbte und verknotete Fasern des wilden Leins gefunden wurden, deren Alter auf 32.000 Jahre geschätzt wird.
Angebaut wurde Lein zuerst in der Region des Fruchtbaren Halbmonds. Erste Nachweise für Öllein mit größeren Samen stammen von der Ausgrabungsstätte Tell Ramad in Syrien und stammen aus der Zeit vor 9.000 Jahren.
Der Leinanbau hat sich konstant ausgebreitet und 3000 v. Chr. sogar so weit entfernte Länder wie die Schweiz und Deutschland erreicht. Auch in China und in Indien wird der Kulturlein seit mindestens 5.000 Jahren angebaut.
Im antiken Ägypten war der Leinanbau ebenfalls weit verbreitet, an den Wänden der Tempel sind Leinblüten abgebildet und die Mumien waren in Leintücher gewickelt. Die ägyptischen Priester kleideten sich nur in Leinen, das ein Symbol der Reinheit war.
Die Phönizier betrieben im gesamten Mittelmeerraum Handel mit ägyptischem Leinen und die Römer benutzten Leinen für die Segel ihrer Schiffe. Der Untergang des Römischen Reichs führt zu einer starken Einschränkung des Leinanbaus, aber Karl der Große wertete im 13. Jahrhundert den Leinanbau wieder auf, als er Gesetze erließ, mit denen die Hygiene der Textilfasern aus Leinen und die Gesundheit des Leinsamenöls bekannt gemacht wurden. Im Laufe der Zeit wurde Flandern zum größten Zentrum der Leinenindustrie im Mittelalter.
Die Kolonialisten führten den Lein in Nordamerika ein, wo sich der Leinanbau rasch verbreitete, bis er schließlich Anfang des 20. Jahrhunderts von der Baumwolle verdrängt wurde, die mit der Modernisierung der landwirtschaftlichen Betriebe günstiger war als Leinen. Das führte dazu, dass sich der Leinanbau auf den Norden Russlands konzentriert hat, aus dem heute 90% der weltweiten Produktion stammen.
In Italien wurde Lein in dem Gebiet angebaut, in dem sich heute die Ortschaft Linera in der Provinz Catania befindet, und der Leinanbau ist auch der Grund für die damalige Bezeichnung der Gegend, die "le linerie" genannt wurde. Mit Gründung der Siedlung Anfang des 19. Jahrhunderts erhielt die Ortschaft in Erinnerung an den antiken Leinanbau ihren Namen Linera.
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