Nüsse Sorten

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Nüsse von A bis Z, alles, was Sie schon immer über Nüsse wissen wollten. In diesem Artikel haben wir die wichtigsten Eigenschaften aller auf Nuturally verfügbaren Nusssorten zusammengefasst: ihre botanischen Besonderheiten, ihre Herkünfte, ihre Geschichte und einige Kuriositäten, die ein Muss für wahre Nussliebhaber sind. Freuen Sie sich auf eine wunderschöne Reise im Zeichen des Wissens?

Nusssorten Liste

Im folgenden sind die Nuss Sorten Namen der Nüsse auf unseren Online Shop Nuturally.com, mit über 120 Nusssorten sortiert von A bis Z.

  • Cashewkerne
  • Erdnusskerne
  • Haselnusskerne
  • Macadamia
  • Mandeln
  • Paranusskerne
  • Pekannusskerne
  • Pinienkerne
  • Pistazienkerne
  • Walnüsse

Cashewkerne

Die Anacardium Gattung umfasst acht verschiedenen tropischen Baumarten. Die Frucht der Anacardium occidentale gilt als die meistverzehrte Frucht: Es handelt sich um eine immergrüne Pflanze, die im Amazonasbecken im Nordosten Brasiliens beheimatet ist und heute in allen tropischen Regionen der Welt weit verbreitet angebaut wird.

Der Cashewbaum bringt zwei Arten von Früchten hervor:

  • Eine frische „Scheinfrucht“, der sogenannte Cashewapfel, der beim Reifen eine gelbe bis rote Farbe annimmt. Der Cashewapfel erinnert an die Form eines Herzens, von dem der botanische Name dieser Pflanz stammt.  Diese Scheinfrucht wird meistens in dem Herstellungsland frisch verzehrt oder als Zutaten für Marmeladen und Säfte (Brazil cajuado) verwendet.
  • Eine „echte Frucht“, d.h. der Cashewkern oder die Cashewnuss. Es handelt sich um eine nierenförmige Nuss, die mit einer dicken, schwer zu entfernender Holzschale bedeckt ist, die im unteren äußeren Teil des Apfels wächst. Man spricht von einer eigentlichen Frucht, da sich die Pflanze aus diesem Teil entwickelt. Die geschälten Cashewkerne sind von einer schönen elfenbeinfarbenen Farbe charakterisiert und werden hauptsächlich aus den Produktionsländern exportiert, um natürlich verzehrt, geröstet oder gebraten zu werden.

Erdnusskerneblanchierte Erdnusskerne und geröstete Erdnüsse mit Schale

Obwohl sie zur Kategorie der Nüsse wegen Ihrer Nährwerte und morphologischen Merkmalen zugeschrieben werden, gehören Erdnüsse zur Familie der Hülsenfrüchtler. Die Blumen werden nach der Befruchtung begraben, wodurch die uns allen bekannten Früchte entstehen. Das Hauptmerkmal der Erdnüsse ist ihre hohe Proteingehalt: Erdnüsse und Erdnussbutter sind nämlich heutzutage die beiden Nahrungsmittel, die 10% der empfohlenen Tagesdosis (RDA) an Protein in den USA abdecken.

Die berühmteste Art und auch die einzige, die aus Gründen des Handels vermarkt wird, ist Arachis hypogaea. Zwischen den Haupthersteller sind China, Indien, USA, Nigeria, Sudan, Myanmar, Argentina, Tansania, Senegal und Chad. Nach der Ernte werden die Erdnüsse zu den Verarbeitungsbetrieben transportiert, wo sie gereinigt werden. Falls der Feuchtigkeitsgehalt der Hülsenfrüchte zu hoch ist, können die Erdnüsse eine Trocknungsphase mit Heißluft durchlaufen. Die folgenden Bearbeitungsphasen unterscheiden sich je nach den kommerziellen Bestimmungsorten. Dazu zählen:

  • mit Schale: Kalibrierphase mittels rotierender Zylinder, was auch die Entfernung einzelner Hülsenfrüchte und die Eliminierung der Stängel ermöglicht.
  • geschält oder blanchiert: Entfernung der Schale, Kalibrierung, eventuelle Entfernung der Kutikula, d.h. das Schälen, das trocken, mittels Wasser, durch Rotation oder chemisch erfolgen kann, und schließlich die Sortierung.

Schließlich ist es die Röstung, die den Erdnüssen mit Schale ihren typischen Geschmack verleiht. Die Feuchtigkeit wird durch das Rösten entfernt, und sowohl die äußere Schale als auch der innere Samen erhalten ihre charakteristische Farbe. Nach dem Rösten ist das Produkt bereit für die weitere Verarbeitung oder für die Verpackung. 

Haselnusskerne und geröstete blanchierte Haselnusskerne

Die Hasel, die unter dem wissenschaftlichen Namen Corylus avellana bekannt ist, hat ihren natürlichen Lebensraum in Europa und Nordamerika, war aber bereits vor 10.000 Jahren im Mittelmeerraum vertreten. Diese Pflanze hat sich spontan verbreitet, bis der Mensch begann, sie zu kultivieren. Die Techniken wurden ab dem IV. Jahrhundert v. Chr. bis zum XX. Jh. verfeinert, als die intensiven Produktionen Fuß fassten. Der Name der Art Corylus avellana stammt von den Hauptanbaugebieten, d.h. Avellino in Italien und Abella in der Türkei. Auf dem Markt findet man Haselnüsse in der Schale, geschälte Haselnüsse und geschälte und blanchierte Haselnüsse (die auch als Haselnussmehl oder als gehackte Haselnüsse). Damit die äußere Kutikula entfernt werden kann, werden die Haselnüsse geröstet. Dadurch wird der Frucht ihr charakteristisches Aroma verleiht, das von Verbrauchern sehr geschätzt wird und in verschiedenen Süßwarenzubereitungen (streichfähigen Cremes, Füllungen, usw.), zu finden ist.

Die in Italien berühmtesten und am meisten geschätzten Haselnusssorten sind drei:

Diese Haselnüsse haben sehr genaue Eigenschaften und gelten als territoriale Spezialitäten der verschiedenen Regionen, in denen sie angebaut werden. Aus diesem Grund genießt z.B. die Tonda Gentile Romana die g.g.A.- (geschützte geographische Angabe) und g.U.-Zertifizierung (geschützte Ursprungsbezeichnung).

In der Antike hat die Haselnuss nicht nur wegen ihrer ernährungsphysiologischen Eigenschaften, die bereits in griechischer und römischer Zeit bekannt waren und von Dichtern wie Vergil angepriesen wurden, einen Ehrenplatz erlangt. Die Pflanze wurde nämlich mit magischen Eigenschaften verbunden, die nicht nur für den Menschen vorteilhaft waren, sondern auch eine Art Dialog mit der Umwelt ermöglichten. Dies ist der Fall beim Wünschelrutengehen, bei dem Haselzweige bevorzugt werden, um Wasserreserven im Untergrund zu suchen oder um die Stränge von Erdmetallen zu identifizieren. 

Macadamia Nüsse

Der Name der Gattung Macadamia ist eine Hommage an den berühmten australischen Wissenschaftler John McAdam, Kollege des britischen Botanikers Ferdinand von Mueller, der zusammen mit Walter Hill (Direktor des botanischen Gartens von Brisbane) als erster diese in Australien heimische Pflanze beschrieben hat. Es sind sehr langlebige Pflanzen, die mehr als hundert Jahre überleben können. Im Botanischen Garten von Brisbane können Sie ein Exemplar bewundern, das 1858 gepflanzt wurde. Zwei Macadamia-Arten sind die am häufigsten verbreitet: die glattschalige Macadamia integrifolia und die rauschalige Macadamia tetraphylla. Man unterscheidet zwischen mehr als zehn Macadamia-Arten, und die Klassifizierung kann noch nicht als vollständig berücksichtigt werden, aber diese beiden Arten sind die einzigen, die Früchte von kommerzieller Bedeutung hervorbringen, und unter diesen ist Macadamia integrifolia sicherlich die am weitesten verbreitete Art.

Alle bisher klassifizierten Arten sind in Ostaustralien heimisch, mit Ausnahme von Macadamia hildebrandii, die ursprünglich aus Indonesien kommt. Man sagt, dass lange bevor Australien von europäischen Entdeckern entdeckt wurde, die Ureinwohner der Ostküsten bei ihren Banketten den köstlichen Samen einer immergrünen Pflanze verzehrten, die sie „Kindal Kindal“ nannten.

Die wichtigsten Herstellungs- und Exportländer der Macadamia sind Australien und die Hawaii-Inseln, gefolgt von Brasilien, Kalifornien, Israel, Kenia, Bolivien, Neuseeland, Südafrika und Malawi.

Macadamia Nüsse haben einen hohen Energiewert, etwa 225 kcal pro 30 g (was je nach Größe der Frucht etwa 10-15 Nüsse entspricht). Der Anteil einfach ungesättigter Fette an der Gesamtmenge beträgt etwa 78% und ist sehr bemerkenswert. Solcher Anteil stellt den höchsten Wert im Vergleich zu allen anderen natürlichen Ölen, einschließlich Olivenöl, dar. 

Geschälte Mandeln und blanchierte Mandeln

Die Mandel ist eine Frucht, die von Prunus dulcis geerntet wird. Kalifornien ist der weltgrößte Mandelproduzent, gefolgt von Spanien und Italien. In Italien wird der Mandelbaum meistens im Süden angebaut, insbesondere in Apulien und in Sizilien, obwohl einige Nutzpflanzen auch in anderen Regionen vorhanden sind, jedoch mit geringem kommerziellem Interesse. Die auf dem Markt erhältlichen Mandeln sind in der Schale, geschält oder blanchiert. Die blanchierten Mandeln kann man auch in Form von Streifen, gehackten Mandeln, gehobelten Mandeln oder Mandelmehl finden. Blanchierte Mandeln sind nicht anderes als geschälte Mandeln, bei denen neben der holzigen Schale auch die Spelze oder Haut (Episperma) entfernt wurde. Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist es ratsam, Mandeln ohne Schale zu verzehren, bei denen die äußere Kutikula noch erhalten bleibt, da dies eine ausgezeichnete Quelle für Ballaststoffe und Vitamin E ist. Das Vitamin E trägt zur Reduzierung des oxidativen Stress bei und daher eine schützende Rolle für den Körper spielt.

Mandeln, die für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, werden gemeinhin als "süße Mandeln" bezeichnet, aber es kann passieren, dass im selben Paket auch einige "bittere Mandeln" enthalten sind. Warum? Der Grund dafür ist, dass solche Mandeln in kleinen Mengen direkt auf süßen Mandeln wachsen. Dieselbe Mandelpflanze produziert sowohl süße Mandeln als auch einige bittere Mandeln. Dies geschieht, weil Mandelbäume, um widerstandsfähigere und produktivere Pflanzen zu erhalten, auf ältere Pflanzen, den sogenannten wilden Mandelbaum oder Bittermandelbaum, "veredelt" werden. Es kann vorkommen, dass es der ursprünglichen Pflanze gelingt, einige Früchte zu produzieren, die zusammen mit süßen Mandeln geerntet werden und dann auf den Markt gelangen, da sie morphologisch nicht von anderen Mandeln zu unterscheiden sind.

Obwohl Bittermandeln als giftig gelten, weil sie Amygdalin enthalten, das sich während des Verdauungsprozesses unter Bildung von Blausäure zersetzt, besteht kein Grund zur Sorge: Bei Erwachsenen kommt es erst nach dem Verzehr von 50-60 Stück (einer sehr hohen Menge) zu einer Bittermandelvergiftung. 

Paranusskerne

Die Bertholletia excelsa, das allgemein Paranuss, Amazonenmandel oder Brasilnuss genannt wird (siehe Wie wird die Paranuss in den verschiedenen Sprachen genannt?), gewinnt man aus den großen Früchten eines hohen Baumes aus der Familie der Topffruchtbaumgewächse (Lecythidaceae), der in tropischen Gebieten verbreitet ist, obschon der größte Teil der Arten im Amazonasbecken vorkommt. Der Paranussbaum kann bis über 50 Meter hoch werden und seinen Stamm erreicht einen Durchmesser von zwei Metern. Aus diesem Grund gehört dieser Baum zu den so genannten Überständern, die aus den Tropenwald herausragen, und kann sogar 500-800 Jahre alt werden.

Eine Besonderheit der Paranuss liegt in dem Aussehen der Frucht: Es handelt sich nämlich um große hölzerne Früchte von der Größe einer „Kokosnuss“ (10-15 cm Durchmesser), die bis über 2 kg schwer werden können. Jeder Frucht enthält durchschnittlich 12 bis 20 schnitzförmige Samen, die wiederum von einer hölzernen Schale geschützt sind. Da sie sehr dick und schwer zu brechen ist, wird die Schale von Hand mithilfe von Schalenbrechmaschinen einzeln geöffnet.

Der Anbau ist wegen des langsamen Wachstums und der Bestäubung der Blüten schwierig, was aufgrund ihrer charakteristischen Morphologie selbst eine bestimmte Bienenart erfordert. Aus diesem Grund ist die Paranuss nach wie vor mit dem Regenwald und mit der lokalen Bevölkerung verbunden, die sich von hier aus hauptsächlich ernährt. Diese Walnussart wächst spontan in den Gebieten Brasiliens, Venezuelas, Ecuadors, Kolumbien, Guyanas, Boliviens und Perus. Auf dem Nuss-Weltmarkt gilt die Paranuss als die einzige Nuss-Art, deren Produktion ausschließlich in natürlichen Gebieten durch die manuelle Ernte erfolgt.

Die bemerkenswerten ernährungsphysiologischen Eigenschaften dieser Nuss-Art verbinden sich mit dem angenehmen Geschmack. Die Nuss ist nämlich sehr proteinreich und stellt eine Quelle essentieller Aminosäuren und Vitamine dar und weist im Gegensatz zu allen anderen Nuss-Arten einen hohen Selengehalt auf. 

Pekannusskerne

Die Pflanze, die zur Gattung Carya gehört und nach ihrer botanischen Klassifikation den wissenschaftlichen Namen Carya illinoinensis trägt, kann ein beachtliches Alter und eine Höhe von bis zu 30 Metern erreichen. Die Frucht ist eine Nuss, die von einer dicken grünen Kutikula (Schale) umgeben ist, die bei der Reife in 4 Teile geteilt wird.

Der Pekannussbaum, der ursprünglich aus den östlichen Regionen Nordamerikas an der Grenze zu Mexiko stammt, ist heute in allen Ländern mit mildem Klima weit verbreitet, darunter Israel, Brasilien, Australien und, begrenzt auf einige Gebiete im Süden des Landes, auch in Italien. Auf dem Markt findet man hauptsächlich geschälte Pekannüsse, aber in einigen Geschäften kann man sie auch in ihrer charakteristischen länglichen glatten Schale finden. Der Kern ähnelt dem der gewöhnlichen Walnüsse, ist aber dunkler in der Farbe und hat einen weicheren, butterartigen Geschmack, wahrscheinlich auch aufgrund seines höheren Fettgehaltes.

Der Verzehr von Pekannüssen hat dank ihrer Bestandteile viele gesundheitliche Vorteile. Zunächst einmal sind sie eine gute Quelle für ungesättigte Fette, einschließlich Omega-6-Fettsäuren. Diese Bestandteile tragen dazu bei, das LDL-Cholesterin (bekannt als schlechtes Cholesterin) auf einem niedrigen Niveau im Blutkreislauf zu halten und gleichzeitig den HDL-Cholesterinspiegel (gutes Cholesterin) zu erhöhen, was eine Schutzfunktion gegen Arteriosklerose und Herzerkrankungen hat. Laut Klinische Forschungen, die im September 2001 im Journal of Nutrition veröffentlicht wurden, kann der Verzehr einer Handvoll Pekannüsse pro Tag zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen. Andere wichtige Bestandteile sind phenolische Verbindungen mit hoher antioxidativer Kapazität: Dies deutet darauf hin, dass Pekannüsse als eine wichtige Quelle von Antioxidantien angesehen werden können.

Pekannüsse gelten als Hauptzutat der berühmten Pecan Pie, einer amerikanischen Torte, derer Ursprung nicht ganz klar ist. Man sagt, dass es französische Köche waren, die sich in New Orleans niedergelassen hatten, die, nachdem sie die einheimische Bevölkerung kennen gelernt hatten, begannen, Pekannüsse mit Mürbeteig und Ahornsirup in Verbindung zu bringen. In der Tat ähnelt dieser Kuchen einem Kuchen aus getrockneten Früchten und wird normalerweise mit einer Kugel Eis oder Schlagsahne serviert. Er wird hauptsächlich während der weihnachtlichen Feiertage zubereitet und konsumiert, den Festtagen von Thanksgiving bis Weihnachten. 

Pinienkerne

Pinienkerne sind die Samen der Pinus pinea, dem wissenschaftlichen Namen der gemeinen Kiefer. Im Mittelmeerraum seit über 2000 Jahren bekannt und als Nahrungsmittel verwendet, gehen die ersten Spuren ihrer Verwendung auf 79 v. Chr. in den Ruinen von Pompeji zurück, wo sie als ein so edles Nahrungsmittel galten, dass sie in der Mythologie als ein von Bacchus geliebter Samen in Erinnerung bleiben. Die Pinus pinea, auch italienische Steinkiefer, Mittelmeer-Kiefer oder Schirm-Kiefer genannt, ist an den Mittelmeerküsten heimisch und heute in fast ganz Europa zu finden, von Spanien bis zur Insel Zypern, und sogar auf der Südküste des Schwarzen Meeres. Die Früchte der Pinus pinea sind die Kiefernzapfen, die sich beim Reifen öffnen und die Samen, die so genannten Pinienkerne, freisetzen.

Als Symbol des Todes und der Auferstehung galt die Kiefer als Baum der göttlichen Hinweise. Ausgehend von seinen Kiefernzapfen, seiner Form, die an ein Ei erinnert und mit Geburt und Fruchtbarkeit assoziiert wird, wurde der Baum von allen Völkern des Mittelmeerraums gefeiert, einschließlich Etrusker, Griechen, Kelten und Römer. Berühmt war das römische Ritual des Festes von Arbor Intrat, bei dem die Weihe der Kiefer nach dem Mythos von Atys stattfand: Der Mythos erzählt, dass ein junger Bewohner von Phrygien namens Atys so schön war, dass er die Göttin Cybele selbst besiegte. Der König von Pessinunte war so davon überzeugt, dass der Junge von der Göttin unterjocht worden war, dass er beschloss, die beide zu trennen, indem er ihm seine Tochter zur Heirat anbot. Dies verärgerte die Göttin Cybele, die sich bei der Hochzeit durch das Spielen einer Panflöte manifestierte, deren Klang Atys selbst in den Wahnsinn trieb und tödlich verstümmelte. Zeus, zu Mitleid bewegt wegen der Affäre, wollte ihn in eine immergrüne Kiefer verwandeln und ihm damit die Ewigkeit schenken.

Pinienkerne gehören zur teuersten Nuss-Arten auf dem Markt und die Ernte erfolgt auch heute auf traditionelle Weise: Nachdem die Arbeiter mit Sicherungsseilen angebunden werden, klettern sie mithilfe von Steigeisen auf die Bäume bis zu einer Höhe von 15-20 Metern. Die reifen Kiefernzapfen fallen mithilfe von Hakenstangen, die dazu dienen, die Verbindung zwischen dem Kiefernzapfen und dem Holz durchzutrennen. Auf dem Boden beschäftigen sich andere Arbeiter mit den umgefallenen Kiefernzapfen. Die manuelle Ernte ist eine gefährliche Arbeit, sehr hart, und es wird immer schwieriger, qualifiziertes Personal zu finden, das bereit ist, dieses Risiko einzugehen. Aus diesem Grund wurden in einigen Produktionsbetrieben automatisierte Erntesysteme eingeführt, vor allem in Kiefernwäldern, in denen der Durchgang von Maschinen möglich ist, die „Schüttler“ genannt werden, ähnlich denen, die bei der Olivenernte eingesetzt werden.

Auf dem Markt findet man verschiedene Sorte der Pinienkerne mit unterschiedlichen Preisen und Qualitäten. Nur eine davon gehört zur Pinus pinea, d.h. die mediterranen Pinienkerne, die für ihre Verwendung in Rezepten verschiedener Länder, insbesondere bei der Herstellung von Pesto, berühmt sind. Die mediterranen Pinienkerne gelten i.d.R. als die begehrtesten, aber es gibt auch Pinienkerne chinesischer Herkunft (Pinus koraiensis), die kürzer und dreieckig geformt sind. China stellt nämlich eines der Hauptproduzenten- und Hauptexportländer von Pinienkernen dar. Sibirische Pinienkerne (Pinus sibirica) hingegen sind klein und rund und werden in eher geringen Mengen in Zentral-Südsibirien und im äußersten Osten Russlands produziert, wo sie als Nahrungsmittel mit großen Ernährungseigenschaften gelten. Heute kann man sagen, dass Pinienkerne heute in allen Ländern der Welt bekannt sind und angebaut werden, mit Qualitäten, die je nach Klima sehr unterschiedlich sind. 

Pistazienkerne und Pistazien mit Schale

Der Anbau von Pistazien ist ziemlich alt: Einige archäologische Funde belegen ihre Verwendung seit dem VII. Jahrtausend v. Chr. in der Türkei. Die Pflanze ist in Syrien beheimatet, aber einigen Studien zufolge umfasst das Gebiet ihres ursprünglichen Anbaus auch Kleinasien, Palästina und Turkmenistan.

Das Wort „Pistazie“ stammt vom arabischen Wort fustaq und dem persischen pesteh: Beide Bezeichnungen sind lautmalerisch und sie geben den Laut wieder, den die Schale hervorbringt, wenn die Pistazie vollreif ist.

Pistazien werden in der Bibel erwähnt, wenn gesagt wird, dass Jakob dem Pharao zu Ehren mehrere Früchte schickte, darunter Pistazien. Es wurde 30 n. Chr. nach Rom gebracht und später nach Spanien verbreitet. Die Verbreitung der Pistazie schloss nach und nach China, das kaukasische Russland und etwa ein Jahrhundert lang die Vereinigten Staaten ein.

Pistazien werden im Nahen Osten noch immer hauptsächlich von Hand geerntet, während in Kalifornien die Ernte durch den Einsatz spezieller Schüttler, die die Früchte fallen lassen, mechanisiert wird. Die Schale der reifen Pistazie öffnet sich von selbst, und durch Zusammendrücken der beiden Schalenhälften kann man sie nicht mehr schließen, da der Samen im Inneren bis zum Bruch aufgequollen ist. Die Pistazien, die geerntet werden, wenn sie noch nicht ganz reif und daher "verschlossen" sind, werden durch das Eintauchen in Wasser nach zwei Methoden geöffnet. Einerseits ein schnelles Eintauchen (2-3 Stunden), gefolgt von einem Öffnen mit einem Nussknacker, anderseits ein 12-stündiges Eintauchen, das das Keimen begünstigt; die Pistazien werden mit Heißluft getrocknet und dann automatisch geöffnet.

Pistazien findet man in der Schale, i.d.R. geröstet und gesalzen, oder ungeschält. Eine weitere Variante sind gehackte Pistazienkerne.

Das Hauptherstellerland ist Iran, zusammen mit den Vereinigten Staaten, der Türkei, China, Syrien, Griechenland, Italien, Afghanistan, Pakistan und Indien. Iran allein deckt die Hälfte der Weltproduktion ab, Kalifornien etwa 20% davon. Die italienische Produktion findet fast ausschließlich in Sizilien statt: Die geeignetsten Gebiete befinden sich in den Provinzen Catania, Agrigent und Caltanissetta. Die Pflanze findet im Ätna-Gebiet das ideale Klima vor, aber leider hat die Art des Lavabodens die Einführung jeglicher Art von Mechanisierung immer verhindert und somit die Senkung der hohen Produktionskosten nicht ermöglicht. 

Walnüsse und Walnusskerne

Das agronomische Interesse für den Walnussbaum bezieht sich im Wesentlichen auf die Juglans regia (Europäische oder Gewöhnliche Walnussbaum), die die am weitesten verbreitete und bekannteste Art der gesamten botanischen Familie der Juglandaceae ist. Die Haltung des Walnussbaums ist majestätisch: Er kann sogar eine Höhe von 25-30 Metern und ein Alter von 100 Jahren und mehr erreichen. Die Walnuss ist, wenn nicht sogar das Symbol, einer der etabliertesten Ausdrücke für Schalenfrüchte. In der italienischen Sprache bezeichnet das Wort „Walnuss“ sowohl die Frucht von Juglans regia als auch die botanische Kombination von harten und holzigen Nüssen, die einen Samen schützen.

Der Walnussbaum stammt ursprünglich aus den zentralasiatischen Gebirgszügen und hat sich über die ganze Welt verbreitet. China ist das weltweit führende Erzeugerland, gefolgt von den Vereinigten Staaten, wo sich die Produktion hauptsächlich auf Kalifornien konzentriert, und Südamerika, insbesondere Chile und Argentinien. Walnüsse, die nach Italien importiert werden, stammen hauptsächlich aus Kalifornien und dem nächstgelegenen Frankreich. In den 60er Jahren galt Italien als einer der Hauptherstellerländern, aber in den folgenden Jahrzehnten hat die Verbreitung von Walnüssen allmählich abgenommen und Italien ist zu einem Hauptimportland geworden. Traditionell ist Kampanien die italienische Region, die am stärksten mit dem Nussanbau verbunden ist. Es gibt viele Sorten, die in verschiedenen Regionen der Welt verbreitet sind, aber eine der bekanntesten und kommerziell am meisten geschätzt ist sicherlich die in Kalifornien patentierte Chandler-Walnuss, die derzeit jedoch zu den am meisten angebauten Walnuss-Arten der Welt gehört. Unter den italienischen Arten gilt die Sorrento Walnuss als die bekannteste und wertvollste Walnuss-Art. Solche Art stammt von einer Mutation der gewöhnlichen Walnuss ab, die auf der Sorrento Halbinsel vorkam. Auf dem Markt findet man Walnüsse in unterschiedlichen Formen: nicht nur Bio Walnüsse, Walnusskerne, und andere Arten je nach dem Grad des Nusskernbrauchs, sondern auch gehackte Walnusskerne und sogar Walnussmehl.

Bei der Klassifizierung der geschälten Walnüsse handelt es sich um die Dimension der Nusskerne:

  • Wenn die meisten Walnusskerne in zwei mehr oder weniger gleiche und intakte Teile getrennt werden, spricht man von „halbierten Walnusskerne“;
  • Wenn die meisten Walnusskerne in Längsrichtung in vier mehr oder weniger gleiche Stücke getrennt werden, spricht man von „Viertelwalnusskernen“.

Die Bedeutung der Pflanze wird durch die reiche mythologische, religiöse und historische Literatur, die sich mit ihr befasst, bestimmt. Der Name der Gattung Juglans stammt vom lateinischen Iovis glans oder „Eichel des Jupiters“, einem Baum, der aus dem Garten Eden ausgeschlossen ist und unter dem sich Hexen für ihre Rituale versammeln. Die Walnuss spielt auch in der Ernährung eine führende Rolle: Dank ihrer ernährungsphysiologischen Tugenden und die Ähnlichkeit des Samens mit dem menschlichen Gehirn wurde sie nämlich für ihre gesundheitsfördernden Fähigkeiten gefeiert, noch bevor echte chemische und wissenschaftliche Beweise verfügbar waren. 

Wo kann man Nüsse Sorten online kaufen?

Sie können Nüsse online auf Nuturally.com kaufen, den Nüsse Onlineshop für Nussliebhaber, ohne Salz und Zuckerzusatz.

Unsere Auswahl an Nüssen:

Quelle und Einblicke:

Nuts Book – Nuts for life

www.consumer.bz.it/it/le-mandorle-amare-sono-tossiche

https://americanfoodshop.it/blog/pecan-pie-ricetta-originale-americane-della-torta-alle-noci-pecan/

https://www.nuturally.com/magazine/de/wie-viele-nuesse-und-trockenfruechte-pro-tag/  

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